Verlagerung des Staatsarchivs Würzburg nach Kitzingen

Runder Tisch Staatsarchiv Würzburg: von links nach rechts: MdL Georg Rosenthal, MdL Kerstin Celina, MdL Hand-Jürgen Fahn, Dr. Irmgard Becker (VdA)

Runder Tisch Staatsarchiv Würzburg: von links nach rechts: MdL Georg Rosenthal, MdL Kerstin Celina, MdL Hand-Jürgen Fahn, Dr. Irmgard Becker (VdA)

Den Anlass für einen offenen Runden Tisch „Staatsarchiv Würzburg“ am 18. Januar 2016 gab die Beantwortung meiner zweiten Schriftlichen Anfrage zur Nutzung und Bedeutung des Staatsarchivs durch die Staatsregierung. Zusammen mit meinen Landtagskollegen Georg Rosenthal (SPD) und Hans-Jürgen Fahn (Freie Wähler) diskutierten wir mit interessierten Bürgern, Archivnutzern und Experten die Bedeutung des Staatsarchivs innerhalb der Archiv- und Forschungslandschaft in Würzburg und die Bedingungen, die ein neuer Standort erfüllen müsste. Eine kleine Zusammenfassung der Diskussion können Sie hier herunterladen. Einig war man sich, dass die Entscheidung der Staatsregierung das Staatsarchiv nach Kitzingen zu verlegen, jeglicher fachlichen Grundlage entbehrt – der Wissenschafts- und Forschungsstandort Würzburg bleibt der sinnvollste Platz für das Staatsarchiv. Aber einig war man sich auch, dass für die Stadt Kitzingen Alternativen zum Staatsarchiv entwickelt werden müssen.

Mit Spannung erwarte ich die Anhörung der beiden für die Verlegung des Staatsarchivs verantwortlichen Ministerien im Wissenschaftsausschuss, die nach einer Verschiebung im Februar nun in einer der nächsten Sitzungen im April stattfinden wird. Wie wird es wohl dem Heimat- als auch dem Wissenschaftsministerium gelingen, zum einem die Millioneninvestitionen in Kitzingen für einen geeigneten Standort für das Staatsarchiv zu begründen, zum anderen die Zerstörung des historisch gewachsenen Archiv- und Forschungsverbundes in Würzburg zu verteidigen.
Die geplante Verlagerung des Staatsarchivs von Würzburg nach Kitzingen ist eine Fehlentscheidung der bayerischen Staatsregierung, die in der Fachwelt absolut nicht nachvollzogen werden kann. Wie groß der Protest inzwischen ist und welche Gründe für einen Verbleib des Staatsarchivs sprechen, ist in meinen zahlreichen Anfragen und in Presseartikeln dokumentiert:

  • Online-Petition gegen die Verlagerung
  • Schriftliche Anfrage: Geplante Verlagerung Staatsarchiv Würzburg
  • Anfrage zum Plenum: Staatsarchiv Würzburg
  • Bericht der Main-Post vom 7. Juli 2015
  • Bericht der Main-Post vom 1. Juli 2015
  • Anfrage zum Plenum: Geplante Archivverlagerung Würzburg