Wegfall des Berichts zur Situation der psychiatrischen, psychotherapeutischen und psychosomatischen Versorgung in Bayern im Zuge des 4. Modernisierungsgesetzes

In einer aktuellen schriftlichen Anfrage habe ich mich gemeinsam mit Johannes Becher dafür eingesetzt, dass die psychiatrische, psychotherapeutische und psychosomatische Versorgung in Bayern weiterhin transparent und nachvollziehbar dokumentiert wird. Hintergrund ist die geplante Abschaffung des regelmäßigen Psychiatrieberichts durch das 4. Modernisierungsgesetz, wodurch wichtige Informationen künftig nur noch anlassbezogen veröffentlicht werden sollen.

Mir ist wichtig, dass

  • die Situation psychisch erkrankter Menschen in Bayern sichtbar bleibt und dass politische Entscheidungen auf einer belastbaren Datenbasis getroffen werden können.
  • die öffentliche Diskussion über die Versorgungssituation nicht wegfällt, sondern weiterhin ermöglicht wird – denn psychische Gesundheit ist ein Thema, das uns alle betrifft und gesamtgesellschaftliche Bedeutung hat.
  • auch in Zukunft Parlamente und Öffentlichkeit die Möglichkeit haben, regelmäßig und umfassend Berichte einzufordern und damit politische Maßnahmen besser zu steuern.

Ich setze mich deshalb dafür ein, die Berichterstattung beizubehalten und weiterzuentwickeln, damit Transparenz und Dialog auch künftig gewährleistet sind. Nur so lässt sich die Versorgung psychisch erkrankter Menschen nachhaltig verbessern