Pressemitteilung: Abgeordnete Kerstin Celina trifft Handwerkskammer-Spitze

Die grüne Landtagsabgeordnete Kerstin Celina (Kürnach) und eine zwölfköpfige Delegation von grünen Land- und Bezirkstagskandidat*innen trafen sich mit Vertretern der Handwerkskammer für Unterfranken zu einem Gedankenaustausch. Grundlage waren dabei die Wahlprüfsteine des Bayerischen Handwerkstags, die Hauptgeschäftsführer Ludwig Paul vortrug. Mit dabei waren Bärbel Imhof (Lohr), Bezirkstagsspitzenkandidatin; Hannah Imhof, GRÜNE Jugend; Christa Feiler (Veitshöchheim) Bezirkstagsdirektkandidatin Würzburg-Land; Gregor Münch (Arnstein), Landtagsdirektkandidat Main-Spessart; Anja Baier (Karlstadt), Landtagslistenkandidatin; Patrick Friedl (Würzburg), Landtagsdirektkandidat Würzburg Stadt; Gerhard Kraft (Karlstadt), Bezirkstagslistenkandidat; Paul Knoblach (Bergrheinfeld), Landtagsdirektkandidat Schweinfurt; Willi Hörmann (Kitzingen), Bezirkstagslistenkandidat; Birgid Röder (Gerolzhofen), Landtagslistenkandidatin.

Schon zu Beginn konnten beide Seiten feststellen, dass es viele übereinstimmende Punkte zwischen den Handwerksvertretern und den GRÜNEN gibt. Die etwa 18.000 Handwerksbetriebe in Unterfranken beschäftigen fast 94.000 Arbeitnehmer*innen. Bayernweit befinden sich etwa 30 Prozent aller Auszubildenden in Handwerksbetrieben, in Unterfranken haben rund 7 Prozent aller neuen Auszubildenden einen Flüchtlingshintergrund. Die Handwerkskammer für Unterfranken beschäftigt deshalb vier Willkommenslotsen, die erster Ansprechpartner für Betriebe sind, die einen Flüchtling ausbilden oder in Arbeit bringen möchten. Das Förderprogramm dazu soll zum Jahresende auslaufen. Stadtrat Patrick Friedl: „Die Bundesregierung ist gefordert, im Interesse der Handwerksbetriebe und der Geflüchteten, eine dauerhafte Finanzierung der Willkommenslotsen sicherzustellen.“ Handwerkskammer-Präsident Walter Heußlein verwies darauf, dass es derzeit noch etwa 1000 unbesetzte Lehrstellen in Unterfranken gibt und sagte: „Geflüchtete könnten einen Teil der Lücke schließen“. Er sprach sich für die sogenannte 3+2-Regelung aus, also drei Jahre Ausbildung und zwei Jahre Arbeit, denn das sei vorteilhaft für Betriebe und Auszubildende. „Wir brauchen allgemeine Zuwanderung, um die vielen freien Stellen zu besetzen, und wenn eine ausgebildete Fachkraft nach fünf Jahren wieder in ihr Herkunftsland zurückkehrt, kann sie sich auf der Grundlage der Ausbildung und zweijährigen Berufserfahrung dort eine Existenz aufbauen“. Kerstin Celina stellte fest: „Es braucht eine klare Regelung für Flüchtlinge und Zuwanderer. Jede/r Geflüchtete sollte so schnell wie möglich die deutsche Sprache erlernen und einen entsprechende schulische Bildung oder Ausbildungsplatz bekommen. Und natürlich brauchen wir den „Spurwechsel“ für Asylbewerber*innen – es ist doch absurd, junge Menschen, die in unseren Schulen lernen, nach Hause zu schicken und andere herzuholen.“

Klare Schnittmengen gab es auch beim Thema Energie. Präsident Heußlein und Hauptgeschäftsführer Paul berichteten von einer Online-Umfrage, bei der alle Handwerksbetriebe in Unterfranken aufgefordert werden ihren Energieverbrauch und Energiebezug festzustellen. Ziel sei vor allem der Einsatz von regenerativen Energien und von Stromspeichern zur Vermeidung von teuren Energiespitzen in den Unternehmen. „Wir wissen, dass viele von unseren Betrieben gute Ideen haben und schon am Umsetzen sind, das wollen wir jetzt systematisch erfassen und ausbauen.“

Präsident Heußlein berichtete von seinem Vorstoß analog zum Studierendenticket für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ein Auszubildendenticket einzuführen. Auch diese Initiative fand großen Zuspruch bei der grünen Delegation.

Kerstin Celina bedankte sich bei der Kammer für die gute Arbeit und hob besonders ihre Initiative für ein Azubi-Ticket analog dem Semesterticket für die Studierenden hervor.  „Wir brauchen eine Verkehrswende, und dazu muss der ÖPNV preiswerter sein als die Fahrt mit dem Auto und das Angebot an Fahrten muss passgenauer auf die Azubis abgestimmt werden“.

MdL Celina: „Handwerk im Ort sorgt für Lebensqualität, kurze Wege, Arbeits- und Ausbildungsplätze. Deswegen setzen wir uns dafür ein, dass die Lockerung des Anbindegebotes, die die Staatsregierung durchgesetzt hatte, zurückgenommen wird.“ Diese Maßnahme der Staatsregierung führe zur Zersiedelung und zu mehr Verkehr.

Auf dem Foto von links nach rechts Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer; Paul Knoblach, Landtagsdirektkandidat; Walter Heußlein, Präsident; Birgid Röder, Landtagslistenkandidatin; Gerhard Kraft, Bezirkstagslistenkandidat; Kerstin Celina, Landtagsabgeordnete; Patrick Friedl, Landtagsdirektkandidat; Bärbel Imhof, Bezirksrätin; Gregor Münch, Landtagsdirektkandidat; Hannah Imhof, Grüne Jugend; Willi Hörmann, Bezirkstagslistenkandidat; Christa Feiler, Bezirkstagsdirektkandidatin; Anja Baier, Landtagslistenkandidatin.

Auf dem Foto von links nach rechts Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer; Paul Knoblach, Landtagsdirektkandidat; Walter Heußlein, Präsident; Birgid Röder, Landtagslistenkandidatin; Gerhard Kraft, Bezirkstagslistenkandidat; Kerstin Celina, Landtagsabgeordnete; Patrick Friedl, Landtagsdirektkandidat; Bärbel Imhof, Bezirksrätin; Gregor Münch, Landtagsdirektkandidat; Hannah Imhof, Grüne Jugend; Willi Hörmann, Bezirkstagslistenkandidat; Christa Feiler, Bezirkstagsdirektkandidatin; Anja Baier, Landtagslistenkandidatin.

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