Der Schutz unseres Grundwassers ist eine der drängendsten Zukunftsfragen – gerade in einer Region wie Unterfranken, die besonders stark vom Klimawandel betroffen ist. Gemeinsam mit meinen Kolleg*innen aus der Landtagsfraktion habe ich deshalb erneut eine Schriftliche Anfrage zur Grundwasserneubildung in Unterfranken gestellt. Die Antwort des Umweltministeriums zeigt: Es besteht weiterhin Handlungsbedarf.
Weniger Grundwasser trotz regionaler Unterschiede
Die Grundwasserneubildung in Unterfranken lag im Zeitraum 2020–2024 rund 4 % unter dem langjährigen Mittel. In manchen Jahren und Regionen war der Rückgang noch deutlich stärker. Das ist alarmierend – insbesondere angesichts steigender Nutzung für Bewässerung, Industrie und Trinkwasserversorgung.
Lückenhafte Daten – kein vollständiger Überblick
Nicht alle Betreiber liefern ihre Entnahmedaten vollständig, insbesondere im Bereich landwirtschaftlicher Bewässerung. Das Ministerium räumt ein, dass die tatsächlichen Entnahmen wohl deutlich höher liegen als offiziell gemeldet. Gerade für kleine oder erlaubnisfreie Entnahmen fehlen systematische Erfassungen.
Digitalisierung kommt nur schleppend voran
Mit dem Onlineportal „porta-Was“ wird aktuell ein digitales Meldesystem aufgebaut, das künftig mehr Transparenz bringen soll. Doch: Die Nutzung bleibt freiwillig, und viele Daten müssen weiterhin manuell erfasst werden. Ein flächendeckendes digitales Wasserbuch für Bayern ist zwar geplant, aber noch nicht umgesetzt.
Mein Fazit:
Wir brauchen klare Regeln, flächendeckende Datenerhebung und digitale Transparenz, um unser Grundwasser langfristig zu sichern. Gerade in trockenen Regionen wie Unterfranken müssen alle Entnahmen – egal ob groß oder klein – nachvollziehbar und gerecht geregelt sein.
Ich werde mich auch weiterhin dafür einsetzen, dass unsere wertvollste Ressource besser geschützt wird – für uns und kommende Generationen.